Ausgangslage
Unterschiedliche Bodenabsetzungen
Eine tolle Herausforderung im Zentrum von Wien: Die Fassadenrenovation eines Gebäudes aus dem 18. Jh. Eine solche Fragestellung heisst für die Uretek eine Behandlung des Untergrundes. Der erwünschte Solldruck des Bodens musste – verglichen mit dem Ist-Druck – erhöht werden.
LÖSUNG
Verdichtung des Untergrundes vor Fassadenrenovation
Dieses Unterfangen wurde mit dem Uretek Deep Injections-Verfahren bewerkstelligt. Das Verfahren besteht darin, dass das Fundament mittels Einspritzen von Uretek Expansionsharz verfestigt wird. Dieses Verfahren eignet sich besonders für historische Gebäude, weil damit direkt ins Fundament eingegriffen werden kann, ohne die übrige Bausubstanz in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen. Das Harz wird – während es sich bereits in der Ausdehnungsphase befindet – durch Löcher < 3 cm in flüssiger Form eingespritzt. In kurzer Zeit steigert das expansive Kunstharz das Volumen um 10 bis 15 Mal und entwickelt einen Ausdehnungsdruck von bis zu 10’000 kPa, wobei sich der Druck dem vor Ort angetroffenen Widerstand anpasst.
Die Ausdehnung des Harzes erfolgt so lange, bis der behandelte Untergrund übersättigt ist, das überflüssige Harz nach oben austritt und das fragliche Gebäude nach oben zu drücken droht.
Damit kein Schaden entsteht, wird die Einspritzung mittels Lasersonden kontrolliert, welche das Verfahren sofort stoppen, wenn eine Bodenerhebung registriert wird. Im Falle des Wiener Gebäudes wurden bandförmige Fundamente vorgefunden. Diese wiesen eine Breite zwischen 60 und 95 cm und eine Tiefe zwischen 1.30 und 1.50 m auf. Der Untergrund bestand aus Sand- über Schotterschichten. Die Behandlung umfasste ca. 259 m Fundament, wobei total 10’176 kg Harz eingespritzt wurden. Je nach Bodenbeschaffenheit resp. Schottertiefe erfolgten die Injektionen in 3, 4 oder 5 Tiefen: 0.10, 1.10, 2.10, 3.10 und 4.10 m UK Fundament. Dabei wurde eine Bodenerhebungstoleranz von < 1 mm eingehalten.
In der Gesamtbetrachtung wies das Gebäude verschiedene Risse auf einer Fassadenseite auf. Das beweist, dass die Bodenabsetzung nicht flächendeckend gleich war. Das Harz wurde deshalb nicht gleichmässig eingespritzt, sondern je nach Bodenbeschaffenheit, mit dem Ziel, die Druckunterschiede im ganzen Fundament auszugleichen.
ECKDATEN
Objekt:
Gebäude aus dem 18. Jahrhundert
Verfahren:
Uretek Deep Injections
Arbeiten:
Verdichtung des Untergrundes für Fassadenrenovation


