Bei Strassen, die auf Aufschüttungsmaterial gebaut wurden, entstehen mit der Zeit oft Setzungen des Bodenbelages. Dadurch entstehen Mulden, die durch den Schwerverkehr noch verstärkt werden. Diese sind häufig auf Senkung des Strassenuntergrundes zurückzuführen. Durch Injektion von Expansionsharzen lassen sich solche Mulden beheben, ohne gleich ganze Strassenstücke aufreissen und neu aufbauen zu müssen – eine schnelle, wirtschaftliche und dauerhafte Lösung.
Bei der Behandlung von Böden mit Injektionen von Expansionsharzen konnten bei Asphaltstrassenbelägen erfreuliche Ergebnisse erzielt werden. Im Kanton Bern bei der Schnellstrasse Spiez–Interlaken wurden auf diese Weise drei Strassenstücke saniert. Damit wurde ein Neuaufbau des Strassenuntergrunds hinfällig.
Die Lösung – das URETEK Deep Injections®-System
Setzungsmulden beruhen auf einer mangelnden Verfestigung des Bodens oder auf Volumenverlusten, die durch Ausschwemmungen entstanden sind. Durch die Verfestigungs- und Verdichtungsmassnahmen des URETEK Deep Injections®-Systems von Uretek soll die Tragfähigkeit des Strassenuntergrundes erhöht werden. Dabei werden vorhandene Hohlräume gefüllt, gleichzeitig wird die relative Dichte des zu behandelnden Bodens gesteigert. Die patentierte Verfahrensmethode besteht in der Tiefenverdichtung des Bodens mit Injektionen von polyurethanischer Harze, die bei ihrer Expansion auf die umliegende Festmasse verdichtend wirken und somit die Konsistenz erhöhen. Die Bohrung der Injektionslöcher erfolgt von Hand mit einem Elektrobohrer. Die Bohrlöcher weisen einen Durchmesser von 12 bis 26 mm auf und werden durch die Asphaltschichten oder Betonplatten (z. B. bei Betonstrassenbelägen) hindurch in einer maximalen Länge von 2 bis 3 m Tiefe gesetzt. Das Verlegen der Injektionslanzen erfolgt nach den Bohrungen, anschliessend beginnt man mit der Injektion an sich. Mit einer Pistole, die an die Bohröffnung angesetzt wird, spritzt man die Harzmischung. Die Injektion wird sofort abgesetzt, sobald die gewünschte Anhebung erreicht ist. Dies wird in Realzeit mit entsprechenden Laserinstrumenten gemessen. Wenn der Materialfluss unterbrochen wird, hören auch die durch die sekundenschnelle Ausdehnung der Harze erzielten Bewegungen sofort auf.
Injektionsplan als Grundlage
Die Bohrlöchersequenz, durch welche die Einspritzung erfolgt, sowie die Ausführungs- und Kontrollmodalitäten werden festgelegt und im Rahmen eines speziellen Planes auf Grundlage der zu erreichenden Ziele ausgearbeitet. Die Injektionsstellen werden alternierend gesetzt, sodass die Dissipation des Druckes, der sich infolge der Harzausdehnung im Boden einstellt, gefördert wird. Die Arbeiten werden für ihre gesamte Dauer durch ein spezielles Laserinstrument überwacht, mit dem die Bewegung der Strassenoberfläche mit einer Genauigkeit von Bruchteilen von 1 mm festgestellt werden kann. Für diese spezielle Anwendung wird ein Harz mit niedrigem Expansionsdruck, hoher Dichte und hoher Druckfestigkeit in festem Zustand verwendet. Die Härtungszeit des Materials ist im Vergleich zu den für die Verfestigung verwendeten Harzen relativ lang: damit kann das Material effizienter in die Struktur eindringen.