Bei Strassen und Schienen muss die Sanierung präzise und effizient erfolgen. Für die Stabilisierung und Verfestigung des Untergrunds von Strassen, Perrons und Flugzeugpisten haben sich die Kunstharz-Injektionen von URETEK Deep Injections® bewährt. In nur drei Wochen konnte so die Absenkung des Perrons des SBB-Bahnhofs Rebstein-Marbach im Juli 2016 ohne Unterbrechung des Personenverkehrs saniert werden.
Die Zukunft bringt mehr Verkehr in der Schweiz. In diese Richtung deutet klar das Referenzszenario des Bundes bis 2040. Das Bundesamt für Raumentwicklung rechnet in Zusammenarbeit mit den beteiligten Bundesämtern mit einer Zunahme der jährlichen Verkehrsleistung des Personenverkehrs von 2010 bis 2040 um 25% auf 145 Mrd. Personenkilometer. Im Güterverkehr steigt die Leistung der transportierten Tonnen über den gleichen Zeithorizont um 37% auf 37 Mrd. Tonnenkilometer. Schon jetzt sind die Strassen deutlich stärker belastet als noch vor zehn Jahren – trotz Ausbau und Beseitigung von Engpässen. Und in einigen Korridoren des Schienenverkehrs im werktäglichen Verkehr zwischen den Ballungszentren soll sich die Nachfrage bis 2040 verdoppeln. Das bedeutet, dass einerseits das Strassen- und Schienennetz mit ständigen baulichen Massnahmen optimiert werden muss, andererseits, dass auch die vorhandenen, immer stärker beanspruchten Strassen- und Schienennetze in Zukunft noch häufiger gewartet und laufend saniert werden müssen.
Um den Verkehrsfluss bei einer Sanierung nicht unnötig lang zu blockieren – was Rückstau, Folgekosten und Kundenunzufriedenheit bedeutet, nebst einer grösseren Belastung für die Ausweichstrecken – muss deshalb auch die Entwicklung der baulichen Massnahmen angepasst und innovativ sein.
So hat die SBB erstmals und erfolgreich bei der Sanierung des Perrons am Bahnhof Rebstein-Marbach im St. Galler Rheintal auf das URETEK Deep Injections®-Verfahren der Hergiswiler Firma URETEK Schweiz AG gesetzt. Beim Bahnhof Rebstein-Marbach beobachtete die SBB Setzungen des Untergrunds beim Perron entlang des Gleises auf einer Strecke von 150 m. Grund dafür war der stark setzungsempfindliche Untergrund, Vibrationen durch die Bautätigkeiten für die angrenzenden Neubauten sowie die dynamischen Belastungen des Zugverkehrs. Zudem fanden beim Untergrund Grundwasserspiegel-Bewegungen statt.
Bei einer konventionellen Stabilisierung des Perron-Untergrunds hätte der Bahnhof geschlossen werden und die Zugpassagiere auf Ersatzverkehr umgeleitet werden müssen. «Wir haben die URETEK Deep Injections®-Methode eingehend geprüft und uns dafür entschieden, denn sie ermöglichte uns eine nachhaltige Festigung und Stabilisierung der laufenden Setzungen des Untergrunds. Dadurch konnten wir das Perron und den Bahnhof bei praktisch gleichbleibendem Zugverkehr innert kürzester Zeit sanieren. Die Züge konnten jederzeit anhalten und die Passagiere ein- und aussteigen», sagt der verantwortliche Projektleiter Kai Gugat von der SBB. Den Zugverkehr während den Arbeiten aufrechterhalten zu können, und dies bei den hohen Qualitätsansprüchen und noch höheren Sicherheitsstandards der SBB, sei für die Auftragserteilung ausschlaggebend gewesen.